Aus der Thüringer Landeszeitung vom 19.04.2007:   [ Zeitungsausschnitt ]

Geld stinkt doch nicht (von Barbara Glasser)

Da wollen die Organisatoren des großen Spektakels zur Eröffnung des südlichen Autobahntunnels ein Trabi-Liebhaberstück zugunsten von zwei Kindergärten versteigern. Doch einer der beiden, der Waldkindergarten, möchte das Geld nicht, wie gestern von der Agentur K (hoch) 4 zu erfahren war. Die Waldkindergarten-Leute haben nichts am Hut mit der Autobahn, wollen deshalb kein Geld aus dieser Quelle.
Klar, das ist schon konsequent, und zwar so sehr, dass es nicht mehr nachvollziehbar ist in Zeiten knapper Kassen. Und irgendwie ist es lebensfern. Denn: haben die Eltern der Waldkindergarten-Kinder keine Autos?
Schon seit den alten Römern ist bekannt, dass Geld nicht stinkt, nicht einmal das aus der Latrinensteuer. Geld vom Trabi-Verkauf ist ganz sicher auch nicht übelriechend. Und wäre für die weitere Ausstattung des Waldkindergartens ganz sicher verwendbar gewesen.

Aus der Thüringer Landeszeitung vom 19.04.2007:   [ Zeitungsausschnitt ]

Trabi-Erlös für die Kleinsten (von Barbara Glasser)

Viel Arbeit haben die Mitglieder des Trabi-Teams Thüringen in den Trabant gesteckt, der zur feierlichen Einweihung des südlichen Autobahntunnels an der A4 versteigert wird. "Wir haben das 1986 gebaute Fahrzeug für 400 Euro erworben. Und dann habe ich allein 14 Tage dran gearbeitet, sooft es die Zeit zuließ", sagt Dieter Pemsel vom Trabi-Team. Wieviel Geld es jetzt wohl bringen könnte, da will er sich nicht festlegen. "Das ist ein Liebhaberstück", sagt er nur. Der Erlös wird gespendet.
"Wir möchten das Geld an zwei Kindertagesstätten geben, den Kindergarten in der Kochstraße und noch eine weitere Einrichtung", sagt Gabi Schreier von der Agentur K (hoch) 4, die die feierliche Einweihung des Tunnels am letzen Aprilwochenende vorbereitet.

Aus der Thüringer Landeszeitung vom 16.04.2007:   [ Zeitungsausschnitt ]

Vorsicht: Trabi schießt scharf in Lobeda! (von Thomas Bernst)

Scharf geschossen wurde am Sonnabend beim Wartburg- und Trabantclub Jena. Mit Sektkorken aus dem Auspuff! Die Scharfschützen absolvierten eine Generalprobe für die Tunneleröffnungsparty am Wochenende 28./29. April. An der neuen Autobahn soll Zweitakterzielschießen einer der Programmpunkte sein.
Mit Sektkorken haben die Jenaer schon mal fürs Fernsehen geballert. In der Sonnabend-Abend-Show "Lippe blöfft" begeisterte die Truppe im Herbst 2004 ein Millionenpublikum. Damals war Wettkampftrabi "Jonathan" im Einsatz. Bei der Neuauflage zur Tunnelparty kommt ein anderer Trabant zum Zuge. Einer aus dem Sparkassen-Fuhrpark. Das Kreditinstitut gehört zu den Sponsoren der Veranstaltung. Um am neuen Trabi Routine zu sammeln, wurde vorgestern eine Zielscheibe beim Autohaus Reichstein & Opitz per Kran angehoben. Und dann hieß es Gas gegeben. Der Lobedaer Autohändler hatte einst vier Trabis für die Sparkasse aufgebaut. Kfz-Mechaniker Daniel Weise staunte vorgestern nicht schlecht über die neue Verwendung und sagte: "Mit einem Opel wäre das wohl kaum zu machen."

Aus der Thüringer Landeszeitung vom 27.09.2006:   [ Zeitungsausschnitt ]

Der DDR-Porsche kehrt zurück: Der Juniorchef der Melkus Sportwagen KG, Sepp Melkus, steht in Dresden neben dem Sportwagen Melkus RS 1000, dem einzigen im Unternehmen verbliebenen Original-Modell. Der erste von insgesamt 15 originalgetreu nachgebauten DDR-Sportwagen der Marke Melkus verlässt im Oktober 2006 die Werkstatt. Das weitgehend aus alten Wartburg-Teilen montierte Gefährt wird in Handarbeit gefertigt. Die Rennausführung mit Strassenzulassung ist für rund 55 000 Euro zu haben.

Aus der Osthüringer Zeitung vom 23.02.2006:   [ Zeitungsausschnitt ]

Melkus baut neuen Sportwagen
Marktauftritt für 2007 geplant

Der aus der DDR bekannte Rennautohersteller Melkus will einen neuen Sportwagen bauen. Der RS 2000 werde sich optisch an das Ender der 60er Jahre entwickelte Modell anlehnen und soll 2007 auf den Markt kommen, teilte das Familienunternehmen gestern in Dresden mit. Das Sportcoupe mit Flügeltüren soll etwa 150 bis 200 PS haben. Noch 2006 liefert Melkus eine limitierte Edition von nachgebauten RS 1000 aus. Das "Ost-Ferrari" genannte Auto schrieb seinerzeit DDR-Motorsportgeschichte.

Aus der Thüringer Landeszeitung vom 23.02.2006:   [ Zeitungsausschnitt 1 | Zeitungsausschnitt 2 ]

Den legendären "Melkus RS 1000" will Peter Melkus wieder aufleben lassen. Von dem 1969 gebauten DDR-Sportwagen soll noch in diesem Jahr eine auf zehn Wagen limitierte Sonderedition entstehen. Bis 2007 will das Familienunternehmen das Nachfolgemodell RS 2000 vorstellen.

Aus der Thüringer Landeszeitung vom 04.02.2006:   [ Zeitungsausschnitt ]

Tipps für Trabi-Fahrer (von Barbara Glasser)

Trabi-Fahrer leben gefährlich. Außer den Gurten, und auch nur die bei den nicht ganz so alten Pappen, gibt es nichts in Sachen Sicherheit. Und trotzdem dürfen die kleinen Renner nach wie vor auf die Autobahn, wo große Schlitten mit satten Sachen unterwegs sind. Es gibt auch keine Vorschrift dafür, dass Trabis ausschließlich auf der rechten Spur fahren müssen. Aber die Polizei hat ein Auge auf die Autobahn-Pappen und ihre Fahrer. Peter Oertel, der Chef der Autobahnpolizei verriet, dass seine Beamten Trabi-Fahrer auf der Autobahn anhalten und die Empfehlung geben, auf der Landstraße weiterzufahren. Dort wird das Auto zwar nicht sicherer. Aber es geht langsamer zu. Bei einem Crash auf der Autobahn ist der Trabi-Fahrer mit Sicherheit nur "dritter Sieger". Wenn überhaupt.

Aus der Thüringer Landeszeitung vom 23.08.2004:

Nur mit Rüssel (von Thomas Bernst)

Da waren sie wieder: die Zweitakt-Fans von nah und fern. Von nah und fern? Von fern die Fans waren da - und ganz schnell wieder weg! Warum? Ein Trabi- und Wartburgtreffen braucht Atmosphäre und Geselligkeit, denn es ist Sommer. Da wollten viele DDR-mäßig neben dem Vehikel zelten, quatschen, schwelgen. Das war versprochen und zugesagt vom Veranstalter. Das Gelände bestens geeignet, am Parkplatz neben der Griesbrücke, auf dem idyllischen Rasenstreifen an der Saale. Genau da, wo kürzlich der Zirkus Quartier hatte, vor allem die süßen Elefanten grasen und schlafen ließ. Die Einladungen an die Wabu-Trabi-Clubs waren raus. Und dann?
Dann kam die Nachricht von der Stadtverwaltung: Der Rasenstreifen ist gesperrt, Abrutschgefahr! Plötzlich! Zelten bitte auf dem Zeltplatz unterm Jenzig. Der war teuer und wollte die Autofreaks obendrein nicht, weil zu laut. Porstendorf wollte sie, aber dieser weite Weg machte die Veranstaltung natürlich völlig sinnlos. Da waren es also zumeist einheimische Trabis auf dem Platz und die Spiele einseitig. Aber heiß diskutiert wurde die Frage: Sind zeltende Trabifahrer wirklich schwerer als Elefanten?